25hours Hotel München The Royal Bavarian

Jetzt ist es endlich da, das neue 25hours Hotel The Royal Bavarian. München ist um eine Hotelattraktion reicher und in Sachen Design-Hotels mittlerweile sehr gut aufgestellt. Neben den Veteranen Cortiina, Louis und Flushing Meadows gesellten sich in jüngster Zeit das Beyond by Geisel, das The Lovelace, Roomers und nun auch noch die Hamburger Gruppe dazu. Seit dem ersten Gerücht habe ich mich wahnsinnig auf diese Eröffnung gefreut. Ich bin und bleibe Hotel-Süchtiger und ich durfte bereits vor dem offiziellen Opening meiner Sucht im 25hours nachgehen.

Wenn man so einen exklusiven Einblick bekommt, muss man natürlich auch mit Abstrichen leben, aber die fehlende Bar und das noch nicht eröffnete Restaurant Neni haben hervorragend improvisiert und schon mal einige Kostproben über den Tresen geschoben. An der Boilerman Bar gab es High Balls mit Bourbon und Orangenmarmelade und im Neni orientalisch-europäische Küche von Haya Molcho. Dazu aber später mehr. Zudem wird im The Royal Bavarian noch ein Streetfood Konzept namens Burger de Ville entstehen. Da bin ich ebenfalls schon sehr gespannt darauf.

Die charmante Sales & Marketing Managerin Lisa Bierbauer gab zu Beginn gleich mal eine ausführliche Hausführung und hat dabei die vier Kategorien der insgesamt 165 Zimmer gezeigt. Sauna, Fitnessbereich und Suiten befinden sich derzeit noch in der Fertigstellung. Die einfachste und somit auch die günstigste Kategorie ist das Dienstbotenzimmer, in welchem ich auch übernachten durfte. Die Designer von DREIMETA haben sich zusammen mit den 25hours-Machern, rund um CEO Christoph Hoffman, auf Inspirationstour durch die bayrischen Schlösser begeben. Ganz 25hours-typisch hat man nun viele Erinnerungen aus der Zeit der Königsherrschaft subtil in das Design einfließen lassen. Kein plumpes Bedienen von Klischees, sondern eine Hommage an das, durchaus international denkende, königliche Bayern. Die Kabelstränge in den Treppenhäusern sollen an Telegraphenleitungen und somit auch an das Oberpostamtsgebäude erinnern, welches früher im historischen Gebäude am Hauptbahnhof untergebracht war. Auch ein Schwan darf im Rückblick auf das königliche Bayern natürlich nicht fehlen und deshalb liegt ein Schlafschwan auf dem Bett bereit, falls man mal alleine reisen muss und Kuschelbedarf besteht. Auf dem Nachttisch liegt zwar nicht die Bibel, aber mit „Der große Polt“ durchaus ein Klassiker der bayrischen Literatur :-).

Als Hotelgast kann man sich allerhand ausleihen: Fahrräder, einen BMW Mini, Tragetaschen von Freitag und eine mobile Bluetooth-Box von UE. Das unterstreicht das Gefühl, welches man direkt beim ersten Betreten des Hotels bekommt: Hier läuft alles easy, unkompliziert und entspannt. Nimm Dir was Du brauchst und benutze es, so lange Du es benötigst. Ähnliche Erfahrungen habe ich auch schon in Hamburg und Wien gemacht. Das ist äußerst angenehm und sicherlich einer der Faktoren, warum 25hours diesen langanhaltenden Erfolg feiert und nun auch kräftig expandiert. Als nächstes stehen Paris, Köln und Düsseldorf auf dem Plan.

„Wir freuen uns, dass wir in dieser ambivalenten Welt zuhause sind.“ Christoph Hoffmann, CEO 25hours

Mein Zimmer hat 18 Quadratmeter, was ich aber als durchaus angenehm gemütlich empfinde. Die Stube riecht herrlich nach Zirbenholz und überall finden sich kleine, spannende Details. Ein hölzernes Bügelbrett dient als Sideboard, das Waschbecken ist vielmehr eine Waschschüssel und als Zahnputzbecher nutzt man einen kleinen Bierkrug. Die Tür des Kleiderschranks schließt, dank eines Flaschenzugs, automatisch. Das Bett steht auf (echten) Büchern und ist wirklich sehr hoch. Da fühlt sich selbst der Dienstbote erhaben. Die Fenster lassen sich sehr gut verdunkeln und der Schlafkomfort ist dank Zirbenholz und nagelneuer Matratze hervorragend. Störend sind die Vorhänge vor dem Fernseher. Die machen leider nicht den selben wertigen Eindruck wie der Rest der Einrichtung. Ich musste sie kurzerhand aushängen, um einen vollen Blick auf den 40-Zoller zu bekommen. Die Morgendusche startet mit einem Schmunzeln, denn selbst auf den Armaturen findet sich ein Hinweis auf die bayrische Mundart. Hoaß statt heiß und koid statt kalt steht da auf den Griffen geschrieben. Herrlich!

Restaurant, Bar und Frühstücksbuffet sind, wie bereits erwähnt, noch am Entstehen. Was man aber sagen kann, dass das Neni Konzept bereits am Vorabend der Eröffnung von Haya Molcho und ihrem Team hervorragend vorgetragen wurde. An großen Tischen wird geteilt, gegessen und gelacht. Es werden Köstlichkeiten serviert wie Falafel, Hummus, gegarter Ochsenschwanz auf Fladenbrot oder süßes Knafeh. So einfach aber auch so unfassbar gut. Haya lädt die Gäste ein, sich den Hauptgang und das Dessert selbst am Küchenpass abzuholen. Hier wird einfach wild durcheinander auf der Arbeitsfläche angerichtet und die Gäste dürfen sich selbst bedienen. Man hat das Gefühl, man steht bei guten Freunden in der Küche. So einfach kann man altgediente Restaurantkonzepte über den Haufen werfen.

Fazit: Das 25hours wird sowohl die Münchner Hotelszene, aber auch die Gastronomie bereichern. Ein herrlich entspanntes Plätzchen voller Kreativität, Kunst und tollen Gastgebern. Die Lage ist und bleibt vorerst schwierig. Zentral ja, aber natürlich umgeben von der großen Hauptbahnhof-Baustelle. Ich komme trotzdem gerne wieder. Dann für einen ausführlichen Besuch in den gastronomischen Bereichen.

25hours Hotel München The Royal Bavarian
Bahnhofplatz 1
80335 München

Telefon: +49 89 904 00 12 55
Email: royalbavarian@25hours-hotels.com

4 Kommentare

  1. Toller Bericht, sehr schöne Fotos! Ich seh’s mir heute abends an 😉
    Liebe Grüße, Birgit

  2. Tolle Fotos. Da freut man sich ja richtig nach München zu kommen!

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