Beim Aloha Poke stelle ich heute den Bericht einfach mal auf den Kopf und lasse die Katze gleich aus dem Sack: Es gibt hawaiianische Bowls zu 9,40 € (normal) oder 12,40 € (groß). Das schon mal vorne weg, denn wem das die Bowl nicht wert ist, muss hier nicht mehr weiterlesen. Zugegeben, das ist schon eine Ansage, aber auf der anderen Seite bekommt man seine Schale (so hieß das Ding früher) aber auch mit allerlei geilem Zeug vollgeknallt.

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Im Endeffekt ist es wie im Eisladen. Nachdem man sich für Waffel oder Becher entschieden hat, geht’s an den Inhalt. Hier ist die Waffel halt ein tiefer Teller. Wenn man es sich einfach machen möchte, wählt man eine der fünf „fertigen“ Bowls, die geschmacklich schon von den Aloha Poke Pros abgeschmeckt wurden. Die Poke kommt ursprünglich aus Hawaii und wird dort mit viel frischem Fisch gegessen. Letzten Sommer war sie dann auf einmal der Knaller in den Staaten und hat’s jetzt auch nach München geschafft. Mischpoke, Hawaiian Heat, Sweet Catch, Waikiki und Veggie Wave heißen die bunten Gerichte. Als Grundzutat, neben dem Reis, gibt’s entweder Lachs, Thunfisch, Thunfisch oder Tofu. Dann folgen Toppings, Sauce und Superfoods als Happy End – fertig. Habe mich für die Waikiki mit Shrimps entschieden. Dazu Avocado, Frühlingszwiebeln, Mango, Kokos-Chips, geröstete Seealge, Mandeln und Pfirsich-Wasabi Dressing. Was denkt Ihr, wie es geschmeckt hat? Mega gut hat’s geschmeckt! Besonders gut haben mir die knackigen Shrimps, die geröstete Seealge und das Dressing gefallen. Das hat mich echt geflasht. Schön frisch und sättigend. Die normale Portion reicht dicke, aber große Burschen sollten vielleicht doch eher die große Bowl nehmen. Über Proteinmangel kann man sich danach auf jeden Fall nicht mehr beschweren.

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Die Jungs und Mädels hinter der Theke sind sehr nett und geduldig. Auf den ersten Blick erschlagen einen die ganzen Zutaten aber auch. Und wenn hinter einem ca. zwanzig Hungrige auf ihre Bowl warten, ist guter Rat teuer. Im Kühlschrank gibt’s mit Augustiner etwas Solides und mit Ingwer Bier auch hipstermäßiges. Und das obwohl Paul Kuhn immer behauptet, es gäbe kein Bier auf Hawaii.

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Leider gibt’s kein Dessert. Frozen Joghurt mit verschiedenen Toppings würde gut passen. Aber da bräuchte es noch eine extra Theke und der Laden ist spätestens mittags eh schon picke-packe voll. Kaffee gibt’s übrigens aus der Filtermaschine. Das bunte Interieur hat was von O.C. California und man hat das Gefühl man sitzt in einer Surferbude am Strand. Die Münchner Dudes sind vermutlich nicht ganz so entspannt, aber ich bin gespannt, wann der erste Eisbach-Surfer mit seinem Brettl reinspaziert.

Fazit: Das Aloha Poke ist der Hot Shit diesen Sommer und treibt das Thema Bowl auf die Spitze. Bei vier Millionen Kombinationsmöglichkeiten sollten die Ideen auch nicht so schnell ausgehen.