Messen haben ja immer ihren eigenen Charme. Als Fachbesucher steuert man seinen Geschäftspartner an und sucht nach Neuheiten. Die sucht der „normale“ Messebesucher auch und möchte dabei noch ordentlich inspiriert werden. Bisher kannte ich Reisemessen nur als Aussteller. Auf der f.re.e, Bayerns größter Reise- und Freizeitmesse, durfte ich mich für eine Bloggerkooperation voll austoben und von der Messe Bericht erstatten. Eins kann ich schon mal vorweg sagen: Ich war 4 Tage in den Messehallen unterwegs und mir war nicht eine Minute langweilig.

An Tag Eins taste ich mich erst einmal an die Messe heran und klappere alle 7 Themenbereiche der Messe ab, um eine Dimension der Ausstellungsfläche zu erhalten. Das ist durchaus anstrengend und die f.re.e ist um einiges größer als ich dachte. Caravan, Outdoor, Wassersport, Camping, Wellness, Reisen sowie Kreuzfahrt & Schiffsreisen erstrecken sich über sieben Hallen. Dazu kommen noch die Golf- und Autotage, welche parallel zur f.re.e stattfinden, aber mit dem Messeticket frei zugänglich sind. Nach dem Rundgang erfolgt dann der erste aktive Test. Ich steige zum ersten Mal in meinem Leben auf ein Stand Up Paddling Brett. Mein Coach von Bavarian Waters hat sichtlich Spaß an meiner Technik und motiviert mich zu einem Sprung auf meinem Brett. Das geht gründlich daneben und ich liege im Wasser. Gott sei Dank trage ich einen wasserfesten Anzug. Eine Mordsgaudi für alle Beteiligten. Danach muss eine Sportart auf dem Trockenen her und ich begebe mich mit dem BMX in den Fahrradparcours. Gar nicht so einfach und wieder eine Premiere. Klar bin ich als Kind mal BMX gefahren, aber das hier ist schon eine Nummer anspruchsvoller. Zum Abschluss des Tages geht’s in die Caravan-Halle und ich teste den Luxus in großen Wohnmobilen. Der Tag kommt mir ewig vor und ich habe erst einen Bruchteil der Messe gesehen.

Tag 2 startet mit Kanufahren. Die Mitglieder des Bayrischen Kanuverbandes geben Starthilfe und ich gebe auf dem künstlich angelegten (!) See Gas und drehe ein paar Runden. Laut meinem Kanulehrer ist das Boot unsinkbar. Er sollte Recht behalten und alle Kameras und ich bleiben trocken. Danach treffe ich den Kabarettisten Django Asül nach seinem Auftritt auf der Showbühne des Bayrischen Rundfunks zum Interview. Ein feiner Kerl und definitiv der witzigste Bühnengast auf der f.re.e. Danach werden Fahrradneuheuten ausprobiert. Unter anderem das XTRABIKE by Manuel Brückl. Ein neuartiges Trickbike mit zwei Lenkachsen. Gott sei Dank ist der Erfinder selbst auf der f.re.e und kann mit das Rad mit allen Facetten vorstellen. Aber nicht nur Manuel Brückl ist cool drauf, sondern generell alle Aussteller mit denen ich in Kontakt trete. So macht das Ausprobieren Spaß.

Am dritten Tag der Messe gehe ich in die Vollen und klettere beim Deutschen Alpenverein in die acht Meter hohe Steilwand. Ich habe so etwas vorher noch nie gemacht, aber ich werde wieder gut eingewiesen, gesichert und los geht’s! Ich hätte nicht gedacht, dass ich den „Gipfel“ erreiche, aber nach weniger als einer Minute läute ich die Glocke. Zu Belohnung gibt’s eine Papierkrone J Die bekommen natürlich vor allem die Kids. Die müssen auch nur sechs Meter bezwingen. Aber alleine das Klettern und Kanufahren ist schon eine Anreise für die ganze Familie zur f.re.e wert. Tauchen darf ich dann auch noch und die Tauchschule Gäßler lädt mich ein, eine Runde durchs tiefe Becken zu drehen. Wahnsinn! Das ist dann die dritte Premiere, denn Schnorcheln kenne ich, aber tauchen samt Ausrüstung war für mich bisher im Urlaub leider noch nicht drin. Die f.re.e machts möglich und ich erlebe wie es ist, unter Wasser zu atmen. Fehlen nur noch die Fische und Korallenriffe. Dann ist Stand-Hopping angesagt. Erst bei der Bundeswehr die Buzzerwand bezwingen, dann am Karibikstand Cocktails schlürfen und zum Schluss noch bei Akwaba Afrika die Serengeti durch die Virtual Reality Brille erleben. Ein toller Tag!

Tag 4, sprich Samstag und ein richtig voller Tag auf der Messe. Wer ausgiebig testen möchte, dem sei ein Wochentag ans Herz gelegt. Am Wochenende muss man an den Hauptattraktionen ab- und zu ein bisschen Wartezeit miteinberechnen. Ich begebe mich in die Urlaubsregionen und begrüße die Standvertreter aus Südtirol, Vorarlberg, Hochsteiermark und Oberbayern. Ich treffe an diesem Tag sehr viele sympathische Touristiker, die alle für ihre Heimat brennen und mir das Reisen richtig schmackhaft machen. Für mich steht definitiv fest, dass ich den Hochwanderweg in der Hochsteiermark von Hütte zu Hütte gehen möchte. Das hat mir die liebe Claudia am Stand so lebhaft erklärt, dass ich am liebsten direkt losgehen wollte.

Wow, was für ein Abenteuer. Ich hatte ja keine Ahnung. Als kleiner Bub war ich mal auf der Messe Caravan, Boot und Reisen. Das war der Vorgänger der f.re.e. Seitdem war ich nicht mehr hier. 2018 feiert die f.re.e bereits ihr 10-jähriges. Eine Messe für jung und alt, für Backpacker, Draußenschläfer, Genießer, Abenteuerlustige, Freizeitsportler und einfach alle, die gerne Reisen und Inspiration suchen. Wer mehr erfahren möchte: www.free-muenchen.de.

Für mich steht fest: Ich komme nächstes Jahr wieder!