Ich pendle ja jetzt schon einige Jahre zwischen Bonn und München, aber in Sachen Restaurants kenne ich mich in München definitiv besser aus. Deshalb habe ich mich natürlich sehr gefreut, mit Brini vom Blog Brinisfashionbook eine Bonnerin dabeizuhaben. Das Papa Umi am Bertha-von-Suttner-Platz hatte sie noch nicht ausprobiert und für mich gibt es ja nichts Schöneres, als neue Restaurants auszuprobieren.

Eine Reservierung ist erst ab vier Personen möglich und wenn man das Lokal betritt, weiß man auch warum. Es gibt ausschließlich große Tische. Ich schätze 10 Leute haben locker an einem Tisch Platz. Da fühlt man sich als Bayer gedanklich gleich wieder in den heimischen Biergarten versetzt. Fehlt nur noch der Kastanienbaum ;-). Die synchron hintereinander aufgereihten Tische ergeben, zusammen mit der offenen Küche am Ende des Raumes, ein harmonisches Raumkonzept. Eingedeckt sind die Tische nicht. Finde ich ehrlich gesagt auch unkomplizierter, aber das ist Geschmackssache. Für den Service ist das sicher angenehmer.

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Wir sind mit die ersten an diesem Abend und können zügig bestellen. Auf der Speisekarte legt man sich nicht auf eine bestimmte Richtung fest, sondern bietet verschiedene, klassische asiatische Speisen an. Angefangen beim Sushi, über Curry bis hin zur Pho-Suppe und Frühlingsrollen. Das Sushi wurde uns vorher empfohlen, also her damit. Ich habe mir ein Curry mit hausgemachtem Seidentofu bestellt. Dazu gab´s Früh Kölsch und vietnamesisches Saigon Bier. Ein thailändisches Tiger-Bier wäre mir geschmacklich aber lieber gewesen.

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Von meinem Curry war ich nicht sonderlich angetan. Ich verstehe ja, dass man das Curry für den allgemeinen Geschmack nicht zu scharf kochen sollte. Aber wenn die Schärfe gänzlich fehlt, ist das schon schade. Das Seiden-Tofu war sehr gut. Es lag auch nicht zu schwer im Magen. Leider war von der angekündigten Ananas nur sehr wenig zu sehen (ein kleines Stück) und so überwog der Sprossensalat. Der Jasminreis war ok, aber ich mag ihn dann doch lieber eine Spur klebriger. Preis 10,50 €. Das Sushi war hingegen eine glatte 9 auf einer Skala von 1 – 10. Qualität und Geschmack waren sehr gut. Zudem war es sehr ansprechend mit Fischrogen angerichtet. Preislich aber sehr sportlich kalkuliert: Acht Lachs-Avocado Röllchen schlagen mit 8,50 € zu buche.

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Die Atmosphäre im Papa Umi ist sehr angenehm. Eine offene Küche ist immer spannend und hin-und wieder sticht eine Flamme aus einem der Woks. Man kann sich gut unterhalten und die Kellner schauen regelmäßig nach dem Rechten. Wer nicht direkt im Eingangsbereich sitzen möchte, kann auch etwas gemütlicher im hinteren Bereich des Lokals sitzen. Im Sommer gibt es einen Außenbereich. Die Lage ist super zentral und verkehrsgünstig gelegen. Zumindest mit den Öffentlichen. Ich bin jetzt kein Bonner, aber ich glaube mit dem Auto wird es, aufgrund der wenigen Parkplätze, etwas schwierig.

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Fazit: Das Papa Umi ist ein gutes Restaurant für Sushi-Liebhaber. Preislich ambitioniert, aber mit top Qualität. Man sitzt sehr entspannt und wird gut und zügig bedient. Die Website ist leider etwas unübersichtlich. Scheinbar gibt es mehrere Papa Umi Filialen, aber diese sind dort nicht separat aufgeführt. Wer googeln möchte, sollte besser Papa Umi Bonn eingeben und sich an die Daten auf der Google-Startseite halten.

Ich freue mich schon auf den nächsten Restauranttest in Bonn 🙂

Papa Umi Bonn

Bertha-von-Suttner-Platz 15

53111 Bonn